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In guten wirtschaftlichen Zeiten setzen die Deutschen vor allem auf Sicherheit. Ein geregeltes Einkommen, bezahlter Erholungsurlaub, fixe Arbeitszeiten – freiwillig verzichten die wenigsten auf die Vorteile einer Festanstellung. Wenn der Verlust des Arbeitsplatzes droht oder der Arbeitsplatz verloren und ein neuer nicht in Sicht ist, suchen viele den Weg in die Selbständigkeit. Für einen erfolgreichen Start braucht es allerdings mehr als nur eine gute Idee. Die Kriterien für Unternehmensgründer sind Eigeninitiative, Entscheidungsfreudigkeit und Durchhaltevermögen, Kreativität, Lernfähigkeit sowie der Spaß an eigenen Ideen und die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Der Gründer sollte bereits Berufserfahrung gesammelt haben, Mitarbeiter führen können und Branchenkenntnisse mitbringen.

Gründen Sie niemals aus der Not heraus ein Unternehmen. Eine Existenzgründung darf keine Notlösung sein. Lösungen für eine Notsituation tragen nicht mehr, wenn die Not beseitigt ist! Prüfen Sie daher genau, ob Ihre persönlichen Voraussetzungen stimmen und ob die Gründungsidee tragfähig ist. Denn nicht jeder, der ein eigenes Unternehmen gründen will, ist dafür geeignet und nicht jeder Versuch, eine selbständige Existenz aus der Arbeitslosigkeit zu gründen, ist erfolgreich.

Seit Beginn des Jahres 2010 findet jeweils am zweiten Mittwoch eines jeden Monats eine kostenlose Informationsveranstaltung statt, die grundsätzliche Fragen zum Thema Existenzgründung aus Arbeitslosigkeit zum Inhalt hat.

Arbeitslosigkeit oder Existenzgründung
Die Existenzgründung darf keine Notlösung sein
Veranstaltungsort Termine
Bürgerhaus Müllerstraße
Müllerstraße 12
09113 Chemnitz
09.01.2019 - 09:00 Uhr (auf Anfrage)
13.02.2019 - 09:00 Uhr (auf Anfrage)
13.03.2019 - 09:00 Uhr (auf Anfrage)
10.04.2019 - 09:00 Uhr (auf Anfrage)

Aus dem Inhalt der Veranstaltung

  • Arbeitslosigkeit oder Existenzgründung - Es gibt sicher viele eigene Initiativen, um Arbeitslosigkeit zu beenden. Leider führen sie nicht immer, oft trotz unzähliger wiederholter Versuche zum Erfolg. Während sich jedoch Bewerbungen für ein Festanstellungsverhältnis im Allgemeinen vielfach wiederholen lassen, gibt es für eine erfolgreiche Existenzgründung in der Regel nur eine Chance. Grundsätzlich birgt jede Existenzgründung eine Reihe von Risiken in sich, die jedoch realistisch eingeschätzt werden und damit kalkulierbar sein sollten.
  • keine Notlösungen - Die Bedeutung des Begriffes sollte gerade bei einer Existenzgründung aus Arbeitslosigkeit tatsächlich wörtlich genommen werden: Lösung für die Not. Notlösungen tragen nicht mehr, wenn die Not beseitigt ist. Für eine Existenzgründung muss es also andere Motivation geben, als die Beendigung der Arbeitslosigkeit. Grundsätzlich ist jede Existenzgründung mit Kosten verbunden. Selbst für den Fall, dass Sie eine Existenzgründung aus eigenen, vorhandenen Mitteln bestreiten könnten, sollten Sie einen weiteren Begriff wörtlich nehmen: Schonvermögen, es also schonen für den Fall, für den es gedacht ist.
  • Alternativen - Viele innovative Geschäftsideen eignen sich nicht für eine tragfähige Vollexistenz, jedoch für eine kaufmännisch sinnvolle Nebenbeschäftigung. Auch wenn Sie mit einem Nebenerwerb Ihre Arbeitslosigkeit nicht beenden, so ist sie dennoch eine Alternative. Nicht nur beruflich unerfahrenen Existenzgründern bietet ein Nebengewerbe die Möglichkeit, eine Geschäftsidee mit weitaus geringerem Risiko in der Praxis zu testen, Erfahrungen zu sammeln und sich einen Kundenstamm aufzubauen. Zum geeigneten Zeitpunkt kann dann das Nebengewerbe zur hauptberuflichen, dauerhaften und tragfähigen Vollexistenz werden.
  • informelle Hilfen - Ansprechpartner finden Sie bei den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, Berufs- und Fachverbänden, regionalen Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaften, der Bundesagentur für Arbeit oder den Arbeitsgemeinschaften Sozialgesetzbuch II bzw. Jobcentern. Sammeln Sie Informationen auch aus Ihrem persönlichen Umfeld. Für Ihre Entscheidung sind all diese Informationen zu werten und Für und Wider gegeneinander abzuwägen.
  • finanzielle Hilfen - Die Finanzierung einer Geschäftsgründung stellt für die meisten Existenzgründer das größte Problem dar. Neben den konventionellen Hausbankdarlehen gibt es aber eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten sowohl als zinsgünstige Darlehen, als auch nicht rückzahlbare Zuschüsse. Kredite sind jedoch in jedem Fall zurückzuzahlen, auch wenn die Existenzgründung scheitert. Schon allein aus diesem Grunde ist für riskante Experimente im Rahmen einer Existenzgründung kein Raum.
  • bürokratische Hürden - Deutschland ist nun einmal nicht gerade bekannt für unbürokratischen Aufwand. Damit sind allerdings bekanntlich nicht nur Selbständige und Freiberufler konfrontiert. Ganz ohne bürokratischen Aufwand geht es leider nicht. Insbesondere für Existenzgründer aus Arbeitslosigkeit gilt jedoch: Nicht jede bürokratische Forderung ist auch rechtlich gedeckt! Sich dagegen zur Wehr zu setzen, erfordert gelegentlich auch zusätzlichen Zeit- und Kraftaufwand - leider.
  • Scheitern - Für das Scheitern einer Existenzgründung kann es viele Ursachen geben. Sie reichen von einer mangelhaften Vorbereitung der Gründung über fehlende Marktkenntnis oder falscher Einschätzung der Marktsituation, fehlender Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld bis hin zu unzureichender Finanzierung oder gravierenden Fehlern in der Unternehmensführung. In jedem Fall sind Sie gut beraten, sich mit den möglichen Ursachen des Scheiterns vor einer Existenzgründung auseinanderzusetzen und Maßnahmen treffen, die diese Fehler zu vermeiden.

Gern können Sie Fragen, auf die Sie eine Antwort suchen, auch vorab stellen. Sind sie von allgemeinen Interesse finden sie während der Veranstaltung Berücksichtigung. Für Ihre Fragen und Anregungen nutzen Sie bitte die im Impressum genannten Kontaktmöglichkeiten oder das Kontaktformular. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass eine individuelle Beratung in rechtlichen oder steuerrechtlichen Fragen aus gesetzlichen Gründen nicht möglich ist.

Information zum Download [355 KB]

In Vorbereitung

Den Inhalt dieser kostenlosen Informationsveranstaltung gibt es in Kürze auch als eMail-Serie.

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